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Die europäische Kommission hat das verkehrspolitische Ziel gesetzt, die Anzahl der Verkehrstoten bis 2010 zu halbieren. Dafür soll neben der Erhöhung der Fahrzeugsicherheit auch eine Verbesserung der Aufhaltewirkung durch optimierte Fahrzeugrückhaltesysteme bei gleichzeitiger Reduzierung der Insassenbelastung im Falle eines Anpralls erreicht werden.

Ein Langzeit-Forschungsprojekt zur "Erhöhung der Sicherheit der Verkehrssysteme durch Optimierung der Schutzwirkung von Stahlschutzplanken", fachlich begleitet und finanziell gefördert durch

- den Lehrstuhl für Stahlbau und das Institut für Eisenhüttenkunde der RWTH Aachen,
- das Fraunhofer Institut für Lasertechnik, Aachen,
- die Forschungsvereinigung Stahlanwendung e. V., Düsseldorf,
- die Stiftung Stahlanwendungsforschung, Essen und
- VOLKMANN & ROSSBACH, Montabaur, mit der Produktionsgesellschaft SPIG
ergab den Vorschlag einer neuen verformbaren Konstruktion auf Schiebeplatten anstelle des üblichen Systems mit Fußplatten.

Die neue Konstruktion entspricht den Anforderungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) und basiert auf dem erfolgreichen und weltweit eingesetzten System VARIO-GUARD®, welches an die speziellen Bauwerksbedingungen angepaßt wurde. Die neue Plattenkonstruktion kann nicht kippen und gibt nur wenig Energie an das Bauwerk weiter. BRIDGE-GUARD® hat eine Systembreite von 0,71 m und eine Systemhöhe von 1,25 m. Eine spezielle Schienenkonstruktion erlaubt ein zunehmend erschwertes Zurückweichen des Systems bis maximal 0,71 m und gewährleistet so den kontrollierten Abbau der Anprallenergie.

BRIDGE-GUARD® absolvierte die Anfahrversuche TB 11 und TB 81 gemäß EN 1317-2 in hervorragender Weise und erfüllt die höchste Aufhaltestufe H4b. BRIDGE-GUARD® ist damit ein zugelassenes Fahrzeugrückhaltesystem auf Bauwerken für höchste Anforderungen auf neuestem Stand der Technik.